Leon Zelman
Geschichte
Herausgeberverein
Die Chefredakteurin
LEON ZELMAN S.A.
Leon Zelman wurde 1928 in Szczekociny, Polen geboren. Er überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Mauthausen-Ebensee, wo er im Mai 1945 von den Amerikanern befreit wurde. 1946 kam Leon Zelman nach Wien. Nach der Matura, begann er das Studium der Zeitungswissenschaften an der Universität Wien, das er 1954 mit dem Doktorat abschloss.
Während des Studiums war Zelman Mitbegründer der Zeitschrift Das Jüdische Echo und führender Funktionär der Jüdischen Hochschülerschaft. 1963 übernahm Leon Zelman vom Österreichischen Verkehrsbüro die Leitung des Reisebüros City, um den Israel-Tourismus aufzubauen.
1980 erfolgte gemeinsam mit der Stadt Wien die Gründung der Non-Profit-Organisation Jewish Welcome Service Vienna . Seit Bestehen des Jewish Welcome Service gelang es im Rahmen der Aktion "Welcome to Vienna" Tausende 1938 vertriebene jüdische Bürgerinnen und Bürger zu einem Wien-Besuch einzuladen. Darüberhinaus organisiert der Jewish Welcome Service zahlreiche Projekte im Kultur-und Bildungsbereich.
Leon Zelman erhielt für seine Tätigkeit viele Auszeichnungen, darunter das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich, das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien sowie das Goldene Doktordiplom der Universität Wien.
Leon Zelman verstarb am 11. Juli 2007 in Wien.
Autobiografie "Ein Leben nach dem Überleben".
DAS JÜDISCHE ECHO - Europäisches Forum für Kultur und Politik
Die Zeitschrift Das Jüdische Echo wurde 1951 von der Jüdischen Hochschülerschaft in Wien gegründet. Leon Zelman – bis zu seinem Tode im Jahr 2007 Chefredakteur des Jüdischen Echo und einer der Mitbegründer – war es in den letzten 20 Jahren gelungen, aus einem kleinen Mitteilungsblatt für Mitstudenten, eine renommierte Zeitschrift für Kultur und Politik zu machen. Das Konzept des Jüdischen Echo basiert auf der Idee, die große Vielfalt jüdischen Kultur- und Geisteslebens zu vermitteln. Die Zeitschrift versteht sich als Stimme eines lebendigen Judentums, als Mittlerin für ein besseres Verständnis zwischen Juden und Nichtjuden. Namhafte Publizisten, Wissenschafter und Politiker schreiben für das Jüdische Echo.
Das Jüdische Echo erscheint derzeit einmal pro Jahr und ist jeweils einem bestimmten Themenschwerpunkt gewidmet. Ab dem Jahr 1999 führt das Jüdische Echo den Untertitel „Europäisches Forum für Kultur und Politik“.
Die Zeitschrift wird im Ausland über Botschaften und Konsulate vertrieben.
Im Jahr 1996 widmete sich die Jahresschrift dem „Europäischen Jahr gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“. Diese Ausgabe wurde im September 1997 vom damaligen Wissenschaftsminister Dr. Caspar Einem gemeinsam mit Leon Zelman in Brüssel einer größeren europäischen Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Heft 1997 setzte sich mit dem komplizierten Verhältnis Judentum-Christentum auseinander. Es wurde von Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn persönlich aus Anlass einer Erklärung zur Mitschuld der katholischen Kirche an den Judenverfolgungen präsentiert.
1998 widmete sich das Jüdische Echo dem Thema „50 Jahre Israel“.
Die Ausgabe 1999 beschäftigte sich mit dem Thema „Jüdische Identitätssuche und Identitätskonflikte“. Der erste Heftteil war auch auf die Gedenkfeier am 7. Mai 2000 im KZ-Mauthausen ausgerichtet und konzentrierte sich auf den Beginn des neuen Jahrtausends und Europas Bekenntnis für eine gemeinsame, solidarische und friedvolle Zukunft.
Das Jüdische Echo 2000 behandelte ausführlich die EU-Osterweiterung. In diesem Zusammenhang wurde auch der Versuch unternommen, der zerstörten jüdischen Kultur Ost-und Mitteleuropas nachzugehen und über das langsame Wiedererwachen jüdischen Lebens in diesen Ländern zu berichten.
Thema der Ausgabe 2001 war „50 Jahre Jüdisches Echo im Spiegel der Zeit“. Dabei ging es einerseits um einen Rückblick auf das österreichische Zeitgeschehen, mit Schwerpunkt auf die jüdische Gemeinde nach 1945 und andererseits um die Zukunftschancen der spannungsvollen Beziehung zwischen Österreich und den österreichischen Juden.
Die Schwerpunkte der weiteren Ausgaben:
2002: Österreich, Israel Antisemitismus
2003: Europa und USA
2004: Österreich 2005 („Jubiläumsjahr“ 1945-1955-2005)
2005: Österreich 2005 – Was blieb vom „Gedankenjahr“ ?
2006: 50 Jahre diplomatische Beziehungen Israel- Österreich
2007: In Memoriam Leon Zelman 1928 -2007
Verein zur Herausgabe der Zeitschrift „ Das Jüdische Echo“
Vorstand
Mag. Leon Widecki Obmann
Peter Schwarz Schriftführer
Norbert Gang Kassier
Mag. Susanne Trauneck Geschäftsführerin
Hier finden Sie unsere Vereinsstatuten zum Download als PDF
Die Chefredakteurin
Marta S. Halpert geboren in Budapest, Sprachstudium in London und Genf,
begann ihre journalistische Laufbahn in Tel Aviv. Sie war die erste Nachtredakteurin der deutschsprachigen Tageszeitung „Jedioth Chadashoth“ und Business-Reporterin der „Jerusalem Post“. Gleichzeitig berichtete sie aus Israel nach Deutschland für die „Abendzeitung“ in München und für den SAD-Springers Auslandsdienst.
Rückkehr nach Wien: 17 Jahre lang Chefredakteurin und Herausgeberin der Wiener Monatszeitschrift „Illustrierte Neue Welt“.
Gleichzeitig berichtete sie als Korrespondentin aus Mittel- Osteuropa für internationale Medien wie„Jerusalem Post“, „Newsweek“ und „JTA“.
Autorin zahlreicher in- und ausländische Medien, u.a. „Partisan Review“, „Die Presse“, „trend“, „Der Standard“, „Neue Zürcher Zeitung“, „Weltwoche“ und „Vogue“.
Seit der Gründung 1993 arbeitet sie als Österreich-Korrespondentin für das Münchner Wochenmagazin FOCUS in Wien.
Laufend Beiträge im Magazin „ Die Gemeinde“, Kulturzeitschrift „morgen“.
Diverse Aufsätze in Sammelbänden, zuletzt: „Wie wir gelebt haben“ – Wiener Juden erinnern sich an ihr 20.Jahrhundert, Mandelbaum Verlag, Wien 2008.
Einzelpublikationen
„Jüdisches Leben in Österreich“, in vier Sprachen übersetzt;
„Luxus aus Wien II“ mit Reinhard Engel, Czernin-Verlag 2002;
Hrsg.Biographie Danek Gertner, Wien 2005;
„Gegangen und Geblieben“- Lebensläufe nach dem ungarischen Volksaufstand 1956, Molden 2006.
Dafür Verleihung des Anerkennungspreises „Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2006.“
